Jürg Hochweber:

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Online-Improvisation Workshop

Diese Webseiten sind vor allem für GitarristInnen konzipiert, können aber auch mit allen anderen Instrumenten benutzt werden. Das Grundprinzip ist folgendes: zu einer einprägsamen Begleitung soll eine Melodie improvisiert werden. Die Begleitungen bestehen aus mehrmals wiederholten Akkordfolgen, die in der Regel 8, 16 oder 32 Takte umfassen. Stilistisch habe ich mich auf die vertrautesten Bereiche beschränkt, d.h. irgendwo zwischen Pop, Folklore und klassisch-jazzigen Elementen. Es ist ein Irrtum, dass nur im Jazz improvisiert werden kann. Für den Anfang ist Jazzimprovisation sogar recht schwierig wegen der eher komplizierten Harmonik und den anspruchsvollen Rhythmen.
Ein anderer Einstieg in die Improvisation wäre, eine bekannte Melodie als Grundlage zu nehmen, doch nach meiner Erfahrung ist es leichter, über Akkordfolgen zu improvisieren, da bekannte Melodien oft gewisse  rhythmische oder harmonische Unregelmässigkeiten enthalten, oder dann harmonisch wenig ergiebig sind. Ausserdem habe ich festgestellt, dass auch in jenem Fall die Melodie nur als Erinnerungshilfe für den Akkordablauf benützt wird, da für viele Nicht- GitarristInnen Akkorde etwas Abstraktes sind.
Wie dem auch sei, der beste Einstieg ist ohnehin, wenn Du einfach die Begleitungen hörst, und ganz intuitiv zu spielen beginnst. Lass dich nicht durch falsche Töne beirren, wir lernen ja durch Fehler. Es nützt dir im Anfangsstadium nicht viel, wenn Du Dir Gedanken über Tonart, Skalen und Akkordaufbau oder so machst, da du dann vermutlich  zu spät bist, wenn du die Töne für einen Akkord endlich beisammen hast. Um allerdings kunstvoll und abwechslungsreich zu improvisieren, kommt irgendwann schon der Zeitpunkt, wo du dich intensiv mit solchen Dingen befassen solltest, aber wenn du gehörsmässig schon gut geübt bist, wird dir dieses Zeugs viel leichter fallen.
Nimm am Anfang nur  wenige Töne, beschränke dich auf der Gitarre unbedingt auf die 1. Saite (hohe E-Saite), das heisst, du rutschest auf dieser Saite einfach hin und her, dann hast du bald einmal ein bisschen Überblick, was wann so passt. Schon mit 3-4 Tönen lassen sich ganz hübsche Sachen formen. Nutze die Freiheiten, die du beim Improvisieren hast, um rhythmische Finessen und instrumentspezifische Effekte wie glissando und Tonverzerrungen einzubauen. Und was viele AnfängerInnen vergessen: Pausen sind genau so wichtig wie Töne. Also nicht monoton Ton für Ton, sondern immer wieder warten und auf die Begleitung hören, dann erwirbst du dir die Fähigkeit, in grösseren Blöcken zu denken, und etwa 4- oder 8Taktgruppen als Ganzes zu erkennen.


Und nun stürze dich einfach in ein Abenteuer und klicke auf eine der Akkordfolge !